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- Intersubjektive Betrachtung
- nach Bollas
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- Das Selbst (Ich-Struktur) entsteht in wechselseitigen Beziehungen
- Um gesund zu bleiben, muss sich ein Mensch mit einer gewissen
Kontinuität erleben
- Wenn Kinder in einem Familiengeschehen stecken, das ihre Fassungskra=
ft
übersteigt, gelingt ihnen die Organisation von Erfahrungen nicht. Sie
können das Selbst nicht halten
- Sie speichern den von der unbegriffenen Situation herbeigeführten
Selbst-Zustand als dissoziierte Erfahrung. à<=
/font> State
- Im Selbst (Ich-Struktur) ist die ganze Entwicklungsgeschichte eines
Menschen festgehalten. Sämtliche Haltungen, Empfindungen und Operati=
onen
des Ich weisen Spuren einer Objektbeziehung auf
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- Für eine gesunde frühe Entwicklung muss die Mutter ihr Kind sicher in
einer von ihr erzeugten Umwelt halten
- Sie muss mit ihren Handlungen und später mit Sprache seine Zustände
interpretieren und ihm damit helfen, seine verschiedenen Seinszustän=
de
zu integrieren
- Wesentlich ist ein Verhalten der Mutter, das für den Seins-Zustand d=
es
Kindes zutreffend ist und einen inneren Wandel erleben lässt
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- Die Erfahrung, einen Wandel zu erleben, versucht ein belasteter
Erwachsener im späteren Leben in
Formen der Objektsuche zu wiederholen
- Die Suche nach einem geeigneten Objekt ist so zu verstehen, dass der
Betreffende die Notwendigkeit erlebt, das Ich instand zu setzen. Er
strebt seine Gesundung an
- Er sucht „Verwandlungsobjekte“ mit denen er seine präverbale
Ich-Erfahrung re-inszeniere=
n kann
- Ist er erfolgreich – führt also jemand den Wandel herbei -, entsinnt=
er
sich einer frühen Objekterfahrung und zwar nicht gedanklich, sondern
mittels einer intensiven affektiven Erfahrung.
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- Der Mensch re-präsentiert in seinen Objektbeziehungen unterschiedlic=
he
Elemente von Vater, Mutter und Kind-Selbst
- Eine besondere Fähigkeit ist, dass er eine Beziehung zu seinem Selbst
als einem Objekt herstellen kann.
- In dieser Selbstbetrachtung kann er sein Selbst objektivieren,
fantasieren, analysieren und steuern
- Weil sich in diesem Umgang mit sich selbst alte
Selbst-Objekt-Beziehungen repräsentieren, wird es interessant genau =
zu
untersuchen, wie wir unser Selbst als Objekt behandeln.
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- Der Therapeut wird zum Objekt des Patienten
- Erfahrungen, die man als Objekt des Patienten macht, entsprechen den
Erfahrungen des Patienten mit seinen frühen Objekten
- Indem wir Übertragung und Gegenübertragung verstehen, können wir die
frühe Objektwelt des Patienten rekonstruieren
- Oft empfindet man wie der Patient.
- Dies soll der Patient zum geeigneten Zeitpunkt erfahren
- Um mit den Primärobjekten des P. Verbindung aufzunehmen, muss man ein
Bündnis mit dem wahren Selbst – mit dem Host – des P. eingehen.
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- Mutter hat Sinneserfahrungen und Gesten des Säuglings nur ungenügend=
in
Sprache verwandelt,
- hat die Veränderungen in der Umwelt nicht hinreichend kommentiert,=
li>
- so dass der Säugling keinen genügenden Zusammenhang zwischen Sprache=
und
Erleben herstellen konnte
- Der Hysteriker hat als Kind die Aufmerksamkeit der Mutter sichern
müssen, indem er auf der Sinnesebene an sie appellierte, also sich
übermäßig gebährdete.
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Wie gestaltet der
Hysteriker seine Beziehungen zu Objekten und zu sich selbst?=
div>
- Hysteriker setzen Worte in der Kommunikation oft nicht im üblichen S=
inne
als Verständigungsinstrument ein, sondern um Zwang auf andere auszuü=
ben
(schriller Tonfall)
- In ihrem unbewussten Glauben taugt Sprache nicht für den wechselseit=
igen
Austausch von Empfindungen und Erfahrungen oder für eine angemessene
Verwandlung unintegrierter Affekt- und Triebzustände.
- Der Hysteriker glaubt auf dem Hintergrund seiner frühen Erfahrung,
Beziehung nur über Nötigung halten zu können.
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- Er musste als Säugling seine Innenwelt durch theatralische Darstellu=
ngen
von Gefühlen und Gedanken aus sich heraus verlegen, um von der Mutter
wahrgenommen zu werden
- Er externalisiert in seinem weiteren Leben psychische Zustände, weil=
er
sich dem Unvermögen seiner Mutter angepasst hat
- Als Erwachsener re-inszeniert er seine frühe Mutter-Kind-Erfahrung,
indem er sich selbst zur Figur in einem aus sich heraus verlagerten
Drama macht, in dem Begehren und Befriedigung voneinander dissoziiert
sind
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- Hysteriker gehen mit Therapeuten um, wie sie von ihren Primärobjekten
behandelt wurden
- Früher konvertierte der vorwiegend weibliche Hysteriker psychische
Inhalte eher in ein betäubtes Objekt, das Teil seines Körpers war. H=
eute
ist es eher der Therapeut, der den Wirkungen der hysterischen Konver=
sion
unterliegt, also betäubt wird
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- Der Hysteriker kommuniziert auf der Sinnesebene.
- Er „verkörpert“ (symbolisiert) überzogen seine Affekte oder Gedanken=
und
zwingt den Therapeuten in eine Gegenübertragung, die ihn empfindungs=
los
macht
- Der Therapeut nimmt die Gedanken und Gefühle seines Patienten in sich
auf
- Es ist als trete die Sprache des Körpers an die Stelle des
Symbolgebrauchs der Sprache und des Denkens
- In diesem Zustand scheint der Geist des Therapeuten betäubt und er
scheint dem Leiden des Patienten gleichgültig gegenüber zu stehen
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- Die Konversion vollzieht sich, wenn das Drama der Sinne von einer
reflektierten Handlung abgelösten werden könnte
- Das Libidinöse wird in das somatisch Lahmgelegte konvertiert
- Dies entspricht der Haltung des Kindes gegenüber einer hysterischen
Mutter
- So konserviert es seinen Selbstzustand und schützt sich vor der
ansteckenden Verrücktheit der Mutter
- Das Verdrängte befindet sich nun - konvertiert ins somatisch Lahmgel=
egte
- im Therapeuten
- Die Therapie des Hysterikers muss also immer auch eine Selbstanalyse=
des
Therapeuten sein
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